Big Data Summit 2017: Würth nutzt Predictive Analytics im Außendienst

Am 16. Februar 2017 lädt der Bitkom bereits zum fünften Mal zum Big Data Summit nach Hanau ein. Mit rund 700 angemeldeten Teilnehmern hat sich die Tagung längst zu einer der führenden Austauschforen in Deutschland entwickelt. Wir stellen in diesem Rahmen ein aktuelles Projekt bei Würth vor.

Ein „Reifeprozess vom Kunsthandwerk zur Industrialisierung“, so die Veranstalter des Big Data Summit, stehe der Data Science bevor. Entsprechend granular, die Prozesse im Detail betrachtend, stellt sich das Programm der fünften Tagung dieser Art dar. Neben der digitalen Transformation, Big-Data-Technologie, Cognitive Computing und Digital Energy wird auch das Themenfeld Customer Experience Management behandelt. Darin werden Einblicke ins Marketing der Automobilindustrie gewährt (mobile.de). Es geht um die Konfiguration von Wunschfahrzeugen sowie um die Frage, wie Big Data und Advanced Analytics das Marketing in der Tourismusbranche beeinflussen. Und eines der ganz großen Handelsunternehmen in Deutschland meldet sich zu Wort.

Fery Weber verantwortet bei dem Spezialisten im Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial die Vertriebssteuerung. Gemeinsam mit mir stellt er am 16. Februar 2017 ein Projekt zu Location-Based-Services für den Außendienst vor. Mit Predictive Analytics auf dem Smartphone erleichtert der Handelskonzern seinen 3.000 Vertriebsmitarbeitern, gleich „um die Ecke“ vielversprechende Betriebe mit Umsatzpotenzial zu finden, und generiert so Leads innerhalb des Aktionsradius des einzelnen Verkäufers. Informationen aus dem Web werden mit Methoden der künstlichen Intelligenz kombiniert. Letztlich tragen Big Data und Predictive Analytics so zur Umsatzsteigerung bei.

Wer wird Würth-Neukunde?
Dazu haben wir unsere Lösung Target Group Predict an mobile Endgeräte angepasst. Sie ermittelt das Umsatzpotenzial von Unternehmen aus verschiedenen Zielgruppen wie etwa Handwerksbetrieben oder Kfz-Werkstätten. Indem Unternehmenswebseiten ausgelesen werden, lassen sich über Prognosesysteme die Unternehmen herausfiltern, die mit der größten Wahrscheinlichkeit Würth-Neukunden werden.

Dazu wurden Millionen Webseiten gecrawlt und mehr als eine Milliarde Wörter analysiert, um die für Würth geeignetsten Unternehmen zu identifizieren. Das Ergebnis: Der einzelne Vertriebsmitarbeiter wird über das Smartphone geortet und erhält die Adressen von potenziellen Neukunden in der Nähe. Folgt er diesen Empfehlungen, lässt sich der Umsatz im Neukundengeschäft erheblich steigern.

Wir freuen uns, dass uns der Bitkom als Veranstalter des Big Data Summit bereits zum zweiten Mal die Gelegenheit bietet, gemeinsam mit einem Partner aus der Praxis die Möglichkeiten von Predictive Analytics in Vertrieb und Marketing aufzuzeigen. Ich persönlich bin zudem gespannt auf den Austausch darüber, welche Perspektiven Big Data und Predictive Analytics speziell mittelständischen Unternehmen schon heute in Deutschland bieten.