DPDgroup: Big Data in der Buchhaltung

Häufig wenden Unternehmen Big Data Analytics an, um ihre Kernprozesse zu optimieren. Doch auch Supportprozesse wie etwa das internationale Clearing bieten erhebliche Potenziale zur Effizienzsteigerung. Seit dem vergangenen Jahr bildet die DPDgroup die interne Verrechnung der grenzüberschreitenden Verkehre mit einer hochperformanten und zugleich übersichtlichen Software ab.

Die DPDgroup ist die Nummer zwei im europäischen KEP-Dienstleister-Markt und stellt täglich mehr als drei Millionen Pakete zu. Über ein effizientes europäisches Straßennetzwerk wickelt der Konzern täglich mehr als 500 grenzüberschreitende Verkehre in 35 Ländern ab. Für jeden einzelnen Pakettransport gilt es zu klären: In welchem Land wurde welcher Teil der Leistung erbracht?

Viele Millionen Euro werden so Monat für Monat innerhalb der DPDgroup verrechnet. Es kostete die Anwender in der Vergangenheit zu viel Zeit, die Verrechnungen zu prüfen. Das lag vor allem an der sehr komplexen Software. Der Anspruch an die zu entwickelnde Lösung war hoch. Am wichtigsten war, dass das neue System überschaubar ist. Dezentral organisiert, sollte das Clearing gut nachvollziehbar sein. Die Herausforderung: einen hoch komplexen Vorgang vollkommen transparent darstellen.

Fruchtbare Zusammenarbeit

Während des Projekts entstanden viele gemeinsame Ideen, um das Clearing zu vereinfachen und noch sicherer zu machen. Eine enge Abstimmung mit pragmatischen, kleinen Kurskorrekturen führte schnell zu überzeugenden Ergebnissen. Seit 2015 arbeitet die DPDgroup erfolgreich mit dem neuen System – so gut wie keine Fehler. Außerdem konnte die Gruppe durch die neu geschaffene Transparenz Kostentreiber identifizieren. So entstehen beispielsweise Zusatzkosten, wenn die Informationen nicht vollständig sind. Mit dem neuen System kann die DPDgroup solche Zusammenhänge deutlich schneller nutzen, um den Prozess insgesamt zu verbessern.
Rund 100 Mitarbeiter aus Controlling und Buchhaltung arbeiten europaweit mit der Software – kein einziger hat sich bisher beschwert. Die Datenqualität ist hoch, das System intuitiv zu bedienen. Neue Produkte oder Änderungen in den Business Units lassen sich schnell in der Software abbilden.