Next Best Ad: Mit Predictive Analytics Werbung personalisieren

Bestenfalls langweilig, schlimmstenfalls deplatziert, aber eigentlich nie richtig passend:

Werbetreibende nutzen das Web in der Regel viel zu fantasielos, um Reaktionen bei ihren Adressaten zu bewirken. Dabei haben sie mit Next Best Ad den Schlüssel für eine gezielte und effektive Ansprache in der Hand.

Das aktuell teuerste Google Ad Word, lässt sich in Impulse nachlesen, lautet „Outplacement“. Es kostete im vergangenen Jahr knapp 58 Euro pro Klick. Für Unternehmen, die Arbeitgeber dabei unterstützen, ausscheidenden Mitarbeitern eine neue Perspektive zu entwickeln, ist dieses Geld hervorragend investiert. Denn sie sprechen nur die Unternehmen an, für den dieser Service wirklich relevant ist..

Und täglich grüßt das Murmeltier…
Auf Onlinewerbung trifft häufig das Gegenteil zu: Sie interessiert den Besucher einer Website nicht die Bohne – hohe Kosten, wenig Klicks, kein Geschäft. Dabei lässt sich mit Predictive Analytics herausfinden, wofür sich ein Kunde wirklich interessiert. Ihm werden nicht länger die immer gleichen Artikel präsentiert (Retargeting), sondern aufgrund seines Such- und Klickverhaltens Inhalte gezeigt, die er mit hoher Wahrscheinlichkeit kaufen will (Behaviour based Targeting).

Hat der Kunde sich beispielsweise im vergangenen Monat einen Rasenmäher angesehen, liegt die Vermutung nahe, dass er sich diesen zwischenzeitlich woanders besorgt hat. Kein Grund, ihn aufzugeben: Der Shopbetreiber bietet über Banner auf verschiedenen Webseiten passend zum Gartenjahr Rechen, Vertikutierer, Rasensamen zum Nachsähen und Dünger an. Um die Angebote mit der individuell höchsten Kaufwahrscheinlichkeit zu ermitteln, wertet die Predictive Analytics Software das Verhalten des einzelnen Kunden aus und bezieht es auf das gesamte Kauf- und Suchverhalten im Shop.

Herrenschuhe und Heimwerkerbedarf
Ein selbstlernender Algorithmus vermittelt den Unternehmen ein immer differenzierteres Bild eines einzelnen Users. Außerdem deckt die Next Best Offer Software Zusammenhänge zwischen verschiedenen Produktgruppen auf, die sich Verkäufer oder Marketer kaum logisch erschließen können.

Neben einem erfolgversprechenden Retargeting erlaubt das Behavior based Targeting, den Umsatz mit Bestandskunden durch Crossselling zu steigern. Dazu ein Beispiel aus dem Versandhandel: Zu Herrenschuhen werden häufig typische Heimwerkerartikel bestellt. Das liegt am Käufertyp („Wenn ‚Mann‘ schon mal shoppen geht…“). Doch um zu wissen, was der einzelne Kunde zusätzlich brauchen könnte, bedarf es einer individuellen Prognose.

Überall, wo ein bestimmter Kunde im Web auftaucht und identifiziert wird, wird er mit den Angeboten angesprochen, für die er sich am meisten interessiert oder die aktuell am brauchbarsten für ihn sind. Und Relevanz wird belohnt – mit Warenkörben, die es tatsächlich bis zur virtuellen Kasse geschoben werden.